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Methoden der Bescheidung

Für die Zirkumzision gibt es verschiedene Methoden. Die Beschneidung Ablauf eines Säuglings, der nach dem jüdischen Ritus beschnitten wird, geht anders vonstatten, als der gleiche Vorgang bei einem erwachsenen Menschen. Bei einem Säugling spielen oft religiöse Überlegungen eine Rolle, bei einem Erwachsenen, der sich beschneiden lässt, weil er unter einer Phimose leidet, in erster Linie medizinische.

Beschneidung – Ablauf bei einem erwachsenen Mann

Doktor mit medizinischem SymbolWenn sich ein erwachsener Mann beschneiden lässt, dann wird das in der Regel als kleiner, operativer Eingriff durchgeführt, der nicht länger als 15 Minuten dauern sollte. die meisten Männer, die einen solchen Eingriff vornehmen lassen, leiden unter einer Vorhautverengung. Nach 14 Tagen ist die Wunde verheilt und auch mit dem Geschlechtsverkehr kann dann bald wieder begonnen werden. Hier gibt es keine festen Richtlinien, aber jeder weiß selber am besten, was ihm gut tut und was nicht.
Normalerweise wird bei der Zirkumzision wegen einer Phimose eine Klemme verwendet. Mit dieser wird die Vorhaut erfasst und nach vorne gezogen. Vor der Klemme wird dann die Vorhaut durchgeschnitten und zwar der Bereich, der die Eichel normalerweise schützen sollte. Eine andere Möglichkeit besteht darin, zunächst die Stellen zu markieren, die durchtrennt werden müssen. Hier wird dann die Haut kreisförmig durchtrennt. Meisten wird auch das innere Vorhautblatt entfernt.

Partielle Zirkumzision durch die Plastik-Bell-Methode

Es gibt auch die Möglichkeit, die Zirkumzision nur teilweise durchführen zu lassen. Eine gängige Methode ist dabei die Plastik-Bell-Methode. Hier wird beim beschneiden die Vorhaut nur ein wenig eingeschnitten und danach eine Glocke über die Eichel geschoben. Am Rand der Glocke wird die Vorhaut dann abgebunden. Auf diese Weise wird die Blutzufuhr in die Vorhaut unterbrochen und sie fällt von selber ab.

Bei manchen Männern ist nicht die Vorhautverengung das Problem, sondern die Verkürzung des Vorhautbändchens. Bei einer Erektion hat es nicht genügend Spielraum und es kommt zu Schmerzen. Es kann durchtrennt und danach wieder vernäht werden oder es wird einfach ganz durchtrennt.

Traditioneller Ablauf der Bescheidung Mann

Im traditionellen jüdischen Glauben wird der Junge am 8. Tag beschnitten. Durchgeführt wird die Zirkumzision vom Mohel. Die Zirkumzision wird in drei Schritten vollzogen. Zunächst wird die Vorhaut mit einer sichelförmigen Klemme gefasst und danach mit einem Messer abgetrennt. Als nächstes wird das innere Vorhautblatt durch Einreißen abgetragen. Zu guter Letzt wird dann noch das Blut aus der Wunde gesaugt. Allerdings führt der Mohel heute in der Regel nur noch den ersten Teil der Zirkumzision durch. Viele Mohelim sind heute Ärzte, so dass der Eingriff durchaus fachmännisch durchgeführt wird. Sollte ein Mann, der bereits beschnitten ist, zum jüdischen Glauben übertreten, muss an ihm trotzdem symbolhaft die Zirkumzision durchgeführt werden.

Verschiedene Beschneidungsmethoden

Neben der vollständigen und teilweisen Zirkumzision gibt es noch die Unterscheidung in “low” und “high”. Der Name leitet sich von der Stelle ab, an der die Beschneidungsnarbe liegt. “Low” heißt nahe an der Eichel liegend und “high” bedeutet Nahe am Schaft, also weiter entfernt von der Eichel. Bei der “low”-Beschneidung entfernt der Arzt das innere Vorhautblatt vollständig. Es gibt darüber hinaus noch eine Unterscheidung in der Straffheit der Schafthaut. “Loose” bedeutet, dass die Eichel im schlaffen Zustand noch teilweise bedeckt sein kann, bei “tight” liegt die Eichel immer frei. Dadurch ergeben sich insgesamt vier Beschneidungsstile, nämlich “high & tight”, “high & loose”, “low & tight” sowie “low & loose”. Eine radikale Zirkumzision bedeutet, dass die Vorhaut soweit abgetragen wurde, dass die Eichel immer freiliegt, selbst wenn der Penis nicht erigiert ist. Das innere und äu0ere Vorhautblatt wurden dabei so weit entfernt, dass nur noch höchstens 10 Millimeter innere Vorhaut übrig bleiben. Die “tight”-Beschneidung ist in erster Linie in den USA beheimatet, in Europa werden hingegen “loose”-Beschneidungen bevorzugt.
Daneben gibt es noch eine Reihe weiterer Möglichkeiten der Beschneidung. Diese spielen aber nur eine untergeordnete Rolle und sind sehr oft auf eine bestimmte Region beschränkt.

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Achtung: Die hier vorgestellten Informationen wurden privat erstellt. Sie ersetzen in keinem Fall eine professionelle Beratung von einem ausgebildeten Mediziner.